Der Landschaftsplan Wiehltalsperre beinhaltet 18 Naturschutzgebiete, eines davon betrifft die Unterschutzstellung von Teilflächen des ehemaligen Munitionsdepots Wildbergerhütte

In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Oberbergischen Kreises wurde die Offenlage des Landschaftsplans Nr. 10 „ Wiehltalsperre „ einschließlich des gemeinschaftlichen Änderungsantrags von CDU und FDP mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Grünen und Linken beschlossen.

Der Landschaftsplan Wiehltalsperre beinhaltet 18 Naturschutzgebiete, eines davon betrifft die Unterschutzstellung von Teilflächen des ehemaligen Munitionsdepots Wildbergerhütte. Entsprechend groß war das Interesse der Bürgerinitiative Reichshof „ für den Naturschutz – gegen die Forensik „ am Verlauf der Sitzung. Ca. 20 Bürger einschließlich des Bürgermeisters der Gemeinde Reichshof, Herrn Rüdiger Gennies verfolgten gespannt die Redebeiträge der einzelnen Fraktionen. Nach dem Vorschlag der Verwaltung war die bebaute Fläche im Eingangsbereich des Kasernengeländes nicht für den Naturschutz vorgesehen. Kreistagsmitglied Axel Osterberg ( CDU ) aus Reichshof beantragte für die Fraktionen von CDU und FDP genau diese Fläche in einer Größe von ca. 3,8 ha mit in den Naturschutz einzubeziehen.

Nach seiner Begründung könne man diesen Teil nicht isoliert betrachten, weil er wie eine Insel inmitten des Lebensraums und des Paarungsgebietes der Fledermäuse liegt und darüber hinaus Überfluggebiet des Schwarzstorchs ist, wenn er das nahegelegene Aubachtal zwecks Nahrungsaufnahme aufsucht. Das Gebiet sei auch faunistisch wegen der Magerwiesen mit seltenen Pflanzenvorkommen zwischen den Gebäuden schützenswert. Mit der Offenlage tritt eine Veränderungssperre von längstens 3 Jahren in Kraft. Wenn alle Stellungnahmen der Naturschutzverbände und der zu beteiligenden Behörden vorliegen, wird sich der Umweltausschuss und der Kreistag voraussichtlich im nächsten Jahr erneut mit diesem Landschaftsplan befassen müssen.

CDU Nordrhein-Wetsfalen

CDU Oberberg