Der oft umstrittene Sauna und Wellnessbereich wurde nur in Teilbereichen saniert und wirft auch jetzt schon, wie bisher Überschüsse ab mit denen die Defizite des Sportbades subventioniert werden

Auf unseren Antrag hat der Rat die Baukosten für die Umstrukturierung des bisherigen Freizeitbades einschließlich der Herrichtung des Parkplatzes auf einen Höchstbetrag von 5 Mio. € gedeckelt. Dieser Beschluss ist nicht eingehalten worden, das ist Fakt, da gibt es nichts zu beschönigen. Hierüber sind wir sehr verärgert und das bisher gute Verhältnis zu Monte Mare ist hierdurch vollkommen unnötig belastet worden. Es geht nicht unbedingt um die Höhe der Überschreitung sondern vielmehr um die Tatsache, dass die Überschreitung erst jetzt bekannt wurde, bzw. uns erst jetzt mitgeteilt wurde, dass man ohnehin notwendige Sanierungsaufwendungen von 600 Teuro nicht mit zum Budget rechne. Hierüber hätte der Aufsichtsrat und der Gemeinderat zu einem viel früheren Zeitpunkt informiert und vor allem gefragt werden müssen. Ob Herstellungskosten oder Sanierungskosten, mehr als 5 Mio. € standen nicht zur Verfügung und diese Grenze ist bereits jetzt deutlich überschritten worden, obwohl Restarbeiten im Saunabereich, Sanierung von Grundleitungen und der Parkplatz noch nicht in Angriff genommen wurden.

Leider ist das ja noch nicht alles. Die prognostizierten Besucherzahlen im Saunabereich sind aufgrund der langen Schließungszeit, den anfänglichen Beschwerden und dem immer noch vorhandenen Baustellencharakter im Außenbereich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch der sehr schöne Sommer hat sich auf die Anzahl der Saunabesucher negativ ausgewirkt. Weniger Saunabesucher bedeuten weniger Einnahmen und weniger Einnahmen führen automatisch zu einem höheren Zuschussbedarf, das ist leider so und daran können wir im Moment auch nichts ändern.

Wir sind aber trotz aller Anlaufschwierigkeiten davon überzeugt mit der Umstrukturierung des bisherigen Freizeitbades zu einem Sportbad den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Wir bieten rund 1400 Kindern im Schulzentrum Eckenhagen täglich bis 14.00 Uhr Schwimmunterricht an. Die zahlreichen Schwimmvereine sowie die Bürger unserer Gemeinde und darüber hinaus können das neue Schwimmbad zu erschwinglichen Eintrittspreisen von 2,50€ für Jugendliche und 4,--€ für Erwachsene zeitlich unbegrenzt nutzen. Beim Erwerb einer Zehnerkarte erhalten alle Bürger unserer Gemeinde noch zusätzlich einen Rabatt von 30 v.H. Das sind Angebote die sich sehen lassen können im Vergleich mit anderen Kommunen. Vor allem finden Sie keine Kommune, die ein vergleichbares Bad kostengünstiger betreibt. Wer gestern die OVZ gelesen hat konnte feststellen, dass die Stadt Wiehl ein neues Bad für über 10 Mio. € errichten will und mit einem Zuschussbedarf von 1,2 Mio. € jährlich rechnet. Fakt ist auch, dass die meisten Städte und Gemeinden ihre Defizite aus den Schwimmbädern in ihren Stadt-oder Gemeindewerken verstecken und den Ausgleich über Gas, Wasser oder Stromkosten herbeiführen. Der oft umstrittene Sauna und Wellnessbereich wurde nur in Teilbereichen saniert und wirft auch jetzt schon, wie bisher Überschüsse ab mit denen die Defizite des Sportbades subventioniert werden. Leider bleiben die erwarteten Besucherzahlen aus eingangs erwähnten Gründen noch hinter den Erwartungen zurück. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass sich die Besucherzahlen über die Wintermonate noch erheblich steigern lassen und mit Erledigung der Restarbeiten auch Besucher zurückgewonnen werden können, die sich vielleicht aus welchen Gründen auch immer anders orientiert haben. Mit jedem zusätzlichen Saunagast verringert sich automatisch der Zuschussbedarf und deshalb müssen sich Geschäftsleitung und Aufsichtsrat noch weitere werbewirksame Maßnahmen überlegen mit denen sich die Besucherzahlen steigern lassen. Wir müssen uns aber auch im Klaren darüber sein, dass dieser Prozess einer gewissen Anlaufzeit bedarf und nicht nach einem dreiviertel Jahre abgeschlossen sein kann. Obwohl eine Neueröffnung nicht schlechter beginnen kann, halten wir an unserem Konzept fest und wollen mit Monte Mare zusammen das Schiff wieder in ruhige Fahrwasser lenken. Wir sind zuversichtlich, dass uns das zusammen mit unserem Partner gelingt, der auch einen erheblichen finanziellen Anteil zur kurzfristigen Liquiditätsverstärkung beiträgt und damit seine Verbundenheit zum Unternehmen zum Ausdruck bringt und vom Erfolg des gemeinsamen Unternehmens genauso überzeugt ist, wie wir es heute sind.

CDU Nordrhein-Wetsfalen

CDU Oberberg