Katastrophaler Zustand unserer Landstraßen wird seitens der CDU nicht mehr hingenommen

Gemeinderat hat auf Antrag der CDU-Fraktion entsprechende Resolution verabschiedet

Den seit über viele Jahre immer wieder beanstandeten katastrophalen Zustand der Landstraßen in der Gemeinde Reichshof und die Tatsache, dass sich hieran über viele Jahre nichts geändert hat und eine Sanierung auch in der mittelfristigen Planung nicht auf der Agenda des Landesbetriebes Straßen NRW steht, hat die CDU-Fraktion zum Anlass genommen, einen entsprechenden Antrag auf Verabschiedung einer Resolution an das Land Nordrhein-Westfalen in den Gemeinderat einzubringen, um ihrer Forderung nach Beseitigung dieser nicht hinnehmbaren Situation Nachdruck zu verleihen.

Die Resolution wurde nunmehr nach einstimmiger Empfehlung des Bauausschusses am 13. Juni in der heutigen Ratssitzung ebenfalls einstimmig verabschiedet.
Fraktionsvorsitzender Axel Osterberg begründete den eingebrachten Antrag in der Sitzung des Bauausschusses wie folgt: „Unabhängig von den materiellen Schäden an den Fahrzeugen stellt der aktuelle Zustand dieser Straßen eine Unfallgefahr für alle Verkehrsteilnehmer einschließlich der Radfahrer dar. Hier sind auf jeden Fall Sofortmaßnahmen erforderlich, um das Unfallrisiko auf diesen Streckenabschnitten zu minimieren.
Auf Wunsch der CDU-Fraktion sollte ein Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW zur Sitzung zu entsendet werden. Seitens des Landesbetriebs ist man dieser Einladung mit dem Hinweis auf personelle Engpässe nicht nachgekommen. „Der Landesbetrieb scheut das Gespräch mit den gewählten Volksvertretern“, erklärte Axel Osterberg.
Dabei kam die Absage nicht unerwartet, da Anfang des Monats auch in Gummersbach eine Einladung mit der geleichen Begründung abgesagt wurde.
"So darf sich eine bürgernahe Verwaltung nicht verhalten, denn genau das führt zu Politikverdrossenheit unserer Bürger und treibt sie in die Arme radikaler Parteien und Gruppierungen" so Axel Osterberg.

Mit der Resolution an die Adresse des Landes Nordrhein-Westfalen will sich der Rat der Gemeinde Reichshof gegen den katastrophalen Zustand der Landstraßen im Gemeindegebiet wehren. Diese fordert eine schnelle und grundlegende Modernisierung der Landstraßen in einem kurzfristigen Zeitfenster und einen Ausbau der Radwegeverbindungen im Gebiet der Gemeinde Reichshof in einem mittelfristigen Zeitraum.
Sie wird nun kurzfristig über den Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Bodo Löttgen an Verkehrsminister Hendrik Wüst übersandt. Der CDU-Gemeindefraktion ist dabei vollkommen klar, dass die Vorgängerregierung die Sanierung unserer Landstraßen bewusst vernachlässigt und hierfür erforderliche Gelder des Bundes über Jahre nicht abgerufen hat.
Aber jetzt ist Eile geboten!
Wenn die eigenen personellen Ressourcen des Landesbetriebs nicht ausreichen, müssen die Planungen an externe Büros vergaben werden, notfalls auch in anderen Bundesländern. Das Gleiche gilt für die bauausführenden Firmen, die in NRW wohl auch an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen.

Resolution
des Rates der Gemeinde Reichshof zum dringenden Sanierungs- und Modernisierungserfordernis für die Landesstraßen im Gemeindegebiet

Die großflächige Gemeinde Reichshof (115 qkm) mit 106 Ortschaften und rd. 19.000 Einwohnern verfügt über ein umfassendes Straßennetz, wobei die Landesstraßen eine besondere Bedeutung für unsere Bevölkerung, die Wirtschaft und die anreisenden Besucher entfalten.
Leider sind viele Landesstraßen in einem desolaten und verkehrsgefährdenden Zustand, so dass ein dringender und kurzfristiger Handlungsbedarf für grundlegende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen gegeben ist.
Diese Situation wurde in einem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesbetriebes Straßen NRW am 28.11.2017 nochmals verdeutlicht.
Aufgrund der Finanz- und Personalsituation ist eine schnelle Realisierung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen lt. Aussagen des Landesbetriebes Straßen NRW, Niederlassung Rhein-Berg leider nicht möglich.
Erfreulich ist, dass die Landesstraße L 341 in Berghausen-Hunsheim aktuell eine grundlegende Modernisierung erfährt.
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt L 96 und L 324 in der Ortschaft Sinspert ist in der Planung. Aufgrund des schlechten Straßenzustandes ist eine Beschleunigung der Maßnahme von großer Bedeutung für unsere Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer.
Daneben gibt es eine Reihe weiterer Landesstraßen, die unverzüglich einer Sanierung zugeführt werden müssen.
Der Gemeinderat fordert das Land NRW auf, die nachfolgend genannten Straßen in ein sofortiges Sanierungs- und Ausbauprogramm zu überführen und den Landesbetrieb Straßen NRW personell und finanziell in die Lage zu versetzen, die notwendigen Maßnahmen schnellst möglich zu planen und durchzuführen:

L 341 Pochwerk, Allenbach, Mittelagger, Oberagger bis Müllerheide
L 342 Wildbergerhütte, Ortsdurchfahrt
L 351 Crottorfer Straße in Wildbergerhütte
L 351 Hespert bis Heidberg
L133 Drespe – Berghausen
L 344 Erdingen – Odenspiel – Wildbergerhütte
L 336 Morsbacher Straße in Denklingen
L324/L96 Buchen – Obersteimel – Sinspert

Eine funktionierende und verkehrssichere Infrastruktur ist unerlässlich, um eine erfolgreiche Entwicklung von Wirtschaft, Lebensumfeld und Tourismus zu erreichen.
Für eine positive Bevölkerungs- und Gemeindeentwicklung sind funktionierende Straßennetze als Lebensadern in unserer Gemeinde von elementarer Bedeutung.
Im Rahmen einer zukunftsorientierten Mobilitätsentwicklung ist es zudem dringend erforderlich, ein umfassendes Radwegenetz entlang der Ortsverbindungsstraßen in der Gemeinde Reichshof zu schaffen.
Aktuell ist ein gefahrloses Befahren der engen und kurvenreichen Verbindungsstraßen durch Radfahrer nicht möglich.

In diesem Zusammenhang wird auf die Anlage zu dieser Resolution verwiesen und um entsprechende Prüfung, Planung und Bau von Radwegeverbindungen in einem mittelfristigen Zeitraum gebeten.
Der ländliche Raum muss eine deutliche Stärkung und eine Förderung der Infrastruktur erfahren, um gleichartige Lebensverhältnisse in unserer Heimat zu gewährleisten.
Es ist völlig inakzeptabel das dringende Straßenbaumaßnahmen über viele weitere Jahre
hinausgeschoben werden sollen. Auf Landesebene muss schnellstens gehandelt werden, um die unhaltbaren Straßenzustände zu beseitigen.
Die Unterzeichner fordern eine schnelle und grundlegende Modernisierung der Landesstraßen in einem kurzfristigen Zeitfenster und einen Ausbau der Radwegeverbindungen im Gebiet der Gemeinde Reichshof in einem mittelfristigen Zeitraum.

Notwendige Radwegeprojekte in der Gemeinde Reichshof

1.) Radweg von Derschlag (Stadt Gummersbach) kommend, Neubau ab Reichshof-Allenbach ( L 324) über Mittelagger-Oberagger-Eckenhagen-Wolfseifen-Buchen- Hespert–Heidberg (L 351) über Borner nach Wildbergerhütte mit Anschluss an die Radwege inRichtung Odenspiel-Erdingen-Gemeinde Morsbach und Stadt Waldbröl, sowie in RichtungNosbach-Rothemühle/Olpe/Freudenberg

2.) Eckenhagen-Ortsmitte in Richtung Eckenhagen-Schulzentrum, monte mare Reichshof-Freizeitbad und Saunalandschaft, Mediclin Sportpark, Minigolfanlage, Affen- und Vogelpark mit Indoor-Erlebnishalle weiter nach Hahnbuche-Halsterbach (K 50) nach Bergneustadt-Geschleide in das Othetal in Richtung Bergneustadt-Ortsmitte oder nach Bergneustadt-Belmicke von dort nach Drolshagen/Olpe-Biggesee

3.) Halsterbach ( K 50) auf der Höhe nach rechts abbiegen in Richtung Hecke –Blockhaus- (geplanter zukünftiger Erlebnisberg ) Tillkausen (Gemeindestraße/Wirtschaftsweg) auch Teilstrecke „Schwalbe Fahrradpark“ weiter nach Hespert ( Kunstkabinett, Golfplatz Hassel) dort Verbindung nach Wildbergerhütte/Eckenhagen (siehe Strecke 1)

4.) Tillkausen - Husten-Drolshagen mit Verbindung nach Olpe Biggesee

5.) Allenbach – Allinghausen –Berghausen- Hunsheim – Ohlhagen (L 341) - Richtung Wiehl-Koppelweide – Alperbrück (Stadt Wiehl) und Verbindung Ohlhagen –Marienhagen (L 145) Stadt Wiehl

6.) Radweg Oberagger – Eckenhagen Abzweig in Müllerheide-Meilenstein – Sinspert (L324/L96) BAB A 4 Unterführung rechts in Richtung Stein – Schemmerhausen Aussichtspunkt Auchelfjord/Wiehltalsperre – Heischeid (K16) –Brüchermühle (Abstecher Richtung Schalenbach zum Parkplatz Külbach) – Denklingen (Burg Denklingen, Jakobsweg)– Waldbröl

7.) Brüchermühle, Dreieck in Richtung Sengelbusch – Biebersteiner Stausee, Burgruine Bieberstein – Remperg bis Stadtmitte Wiehl

8.) Sinspert in Richtung Heischeid, Abzweig Schemmerhausen ( L 148) – Blasseifen – Sotterbach –Feld (Haus Spielfeld) Büttinghausen – Stadtmitte Wiehl

9.) Ortsmitte Sinspert auf L 96 in Richtung Oberwehnrath – Wehnrath – Volkenrath – Drespe – Burgmühle – Dreisbach – Stadtmitte Wiehl

10.) Ortsmitte Denklingen, Abzweigung Morsbacher Straße – Dreslingen (L 336) Richtung Morsbach/ Waldbröl

11.) Ortsmitte Denklingen, Abzweigung Poststraße – Sterzenbacher Weg an der L 344 entlang nach Erdingen mit Anschlusswegen nach Wildbergerhütte, Morsbach und Waldbröl (alternative Strecke Sterzenbach – Schneppenhurth –Erdingen zur L 344)

12.) Sinspert (Abzweigung Unterführung BAB A 4 links in Richtung Obersteimel (L 96) Hasbach – Abzweigung in Richtung Dreschhausen – Nespen (Historische Mühle, Ebike-Aufladestation, Aussichtspunkt Krombacher Insel) – Kreuzung ( L 324) nach Rechts in Richtung Odenspiel oder links in Richtung Wildbergerhütte. Verbindungsachse von Eckenhagen kommend, Kreuzung L324 in Richtung Buchen, Ortsdurchfahrt Buchen bis Kreuzung L96/L 324 Richtung Dreschhausen/Wildbergerhütte

13.) Wildbergerhütte (Kreuzung Heidberger Straße/Siegener Straße) in Richtung Nosbach – Hardt (L 342) Rothemühle –Freudenberg – Olpe

14.) Wildbergerhütte (Kreuzung Siegener Straße/ Corttorfer Straße ( L 351) – Wildbergerhütte-Bergerhof, -Langenbach (L 278) in Richtung Friesenhagen/Freudenberg

15.) Abzweigung Hardt ( K 53) in Richtung Kamp – Wildberg – Langenbach auf Verbindung L 351/ L 278) Wildbergerhütte/Friesenhagen/Freudenberg; Abstecher Langenbach (K53) ehem. Reichshofkaserne in Richtung Schönenbach

 

CDU Nordrhein-Wetsfalen

CDU Oberberg